Wir erforschen experience

UX Research untersucht die Interaktion zwischen Verwendern und Produkten. Das tun wir auch, aber anders! Wir beschreiben nicht nur Interaktionsmuster, wir fokussieren auf die Nutzer selbst und hinterfragen ihre Motive – als Menschen.

Warum tun wir das? Design und Produktentwicklung antizipieren UX KPIs häufig bereits in der Ideenfindungsphase. Und richten ihre Kreationen danach aus, möglichst hoch auf standardisierten Indizes wie „Efficiency“ oder „Learnability“ zu punkten. Die Güte von Innovationen wird so augenscheinlich zwar messbar.

Nicht selten jedoch scheitern Ideen am Markt, die sich primär darauf stützen, funktionale Verwendungsnormen [DIN ISO Normen] einzuhalten. Das Ergebnis: die eigentliche „Experience“ gerät aus dem Fokus und wird zugunsten einer reibungslosen Mensch-Maschine-Interaktion geopfert.

Wir denken experience weiter – von der Problemlösung zum Experience-Enhancement

Was wir unter „Experience“ verstehen: weniger die Erfahrung einer Mensch-Maschine-Interaktion, sondern eher das Erleben der zugrunde liegenden sozialen Praktiken und alltäglicher Routinen. Das interessiert uns, das ist unser Fokus. Technische Artefakte begreifen wir daher nicht allein als Problemlösungen. Sondern als Experience Enhancer, die im Erfolgsfall die „Experience“ einer sozialen Praktik aufwerten oder überhaupt erst erlebbar zu machen. Was heißt das konkret?

Ein Beispiel: Die User „Experience“ einer Kaffeemaschine besteht für uns nicht allein darin, mit drei Tasten ans Ziel zu kommen, sondern das Erlebnisfeld „Kaffeegenuss“ zu bespielen. Das bedeutet: die Vorfreude auf den Genuss, den Duft frisch aufgebrühten Kaffees, die Aussicht auf ein gemütliches Frühstück mit der ganzen Familie.

Kurz: wir widmen uns nicht nur dem „User“, sondern dem Menschen dahinter mit all seinen alltagsrelevanten Motiven und Bedürfnissen.

Wir ermöglichen experience in einer digitalen Welt

Die Gretchen-Frage für Experience Design bleibt: wie gelingt die Transformation von Experience needs in ein Experience design? 

Um das Design hierbei zu unterstützen, machen wir uns im Sinne des material turn das tangible interaction Prinzip zu Nutze: abstrakte materials without properties wie User Interfaces werden in materielle Texturen überführt, um die Experience einer Interaktion sinnlich erfahrbar und verbalisierbar zu machen. 

Profane Alltagsgegenstände werden so zu Projektionsflächen, Bedeutungsträgern und Werkstoffen. Sie formen neue Interaktions-Erfahrungen und entwickeln unorthodoxe Lösungen jenseits standardisierter KPIs. 

Unsere Expertise in der Artefakt- und Design-Semiotik hilft uns dabei, die codes of meaning nahezu jeden Materials systematisch einordnen und interpretieren zu können und in adäquate Experience Design Codes zu übersetzen. 

 

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